Zahnarztpraxis
Dr.Krüger - Dr.Müller - Fr.Mössner

Telefon 07651/91220
Goethestraße 15 · 79822 Titisee-Neustadt

Ablauf

Ablauf einer Wurzelbehandlung



Zugangskavität
Nach Anlegen von Kofferdam (Spanngummi) wird ein Zugang zum Kanalsystem geschaffen. Falls ein größerer Defekt vorliegt, kann es nötig sein, zuvor eine bakteriendichte Kunststoff-Füllung zu legen.

Reinigung
Nach einer elektrischen Längenbestimmung der Kanäle werden diese mit Handinstrumenten und maschinell mit drehmomentgesteuerten hochflexiblen NiTi-Feilen konisch erweitert (aufbereitet). Durch Spülung mit deinfizierenden Lösungen (NaOCl, EDTA,Chlorhexamed) werden Verunreinigungen aus den Kanälen entfernt und die Mikroorganismen bekämpft. Durch Schallaktivierung werden diese im Kanalsystem besser verteilt.

Ausformung
Die Wurzelkanalinstrumente dienen neben dem Dentinabtrag im Sinne einer Reinigung vorrangig zur Formgebung der Wurzelkanalhohlräume. Die Instrumente schaffen durch die Bearbeitung der Wurzelkanalwände Platz, um die Effizienz der Spüllösungen zu verbessern und um ein definiertes Profil zum vorhersehbaren Verschluss zu präparieren.

Medikamentöse Einlage
Um den Zahn von Innen zu desinfizieren ist oft eine Einlage mit Calciumhydroxid nötig. Hierbei wird der Zahn anschließend provisorisch verschlossen. Ein weiterer Termin für die Wurzelkanalfüllung wird mit Ihnen vereinbart.
Leichte Aufbißbeschwerden für 2-3 Tage sind an diesem Zahn nicht ungewöhnlich.

Wurzelkanal-Füllung
Nach erneutem Anlegen des Spanngummis wird der provisorische Verschluss entfernt, die Kanäle nochmals gespült und eine Füllung in die Wurzelkanäle mit einem „Dichtungszement“ (engl. Sealer) und Guttapercha (ein Naturkautschukprodukt) eingebracht. Die Guttapercha wird horizontal oder lateral kondensiert.
Danach wird eine Kunststofffüllung gelegt um den Zahn zu verschließen. Falls der Zahn einen großen Defekt aufweist, muss zusätzlich ein Glasfaserstift zur Stabilisierung des gesamten Zahnes eingeklebt werden.
Meist ist aus statischen Gründen eine Überkronung des Zahnes erforderlich um eine Fraktur zu vermeiden.